Helgoland

17. Dez 2012 |

Helgoland

Die Insel Helgoland befindet sich etwa 70 km vom deutschen Festland entfernt und ist damit die am weitesten vom deutschen Festland entfernte Insel. Helgoland liegt in der Deutschen Bucht und gliedert und besteht aus dem sog. Unter-, Mittel- und Oberland. Fälschlicherweise wird sie häufig als Hochseeinsel bezeichnet, obwohl sie mit dem Festlandsockel verbunden und somit nicht vom deutschen Staatsgebiet getrennt ist.

Sorgen einer Insel
Die militärische Geschichte der Insel Helgoland, die sich zeitweise unter englischer Herrschaft befand, wird bei einer Bunkerführung detailliert beleuchtet. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war die Insel Hauptangriffsziel und sollte vollständig vernichtet werden. Das im Museumshof erbaute Modell einer Fliegerbombe hinterlässt beim Besucher in Verbindung mit den Fotografien dieser Zeit einen nachhaltigen Eindruck.

Wegen der besonderen Lage weit draußen im Meer spielt die Seenotrettung für Helgoland eine bedeutende Rolle. Dabei gilt es nicht nur, dass in Seenot geratenen Schiffen zur Hilfe geeilt wird, sondern die Seenotrettung übernimmt zudem Krankentransporte, wenn der Transport mit dem Rettungshubschrauber wegen schlechter Sicht unmöglich ist. Im Jahre 2009 wurde der Leuchtturm im Nordseemuseum fertig gestellt. Dieser befasst sich eingehend mit der Thematik rund um die Seenotrettung und hinterlässt beim Besucher tiefe Eindrücke.

Geschichte mit Zukunft
Neben dem nachgebauten Leuchtturm fallen sofort die sogenannten Hummerbuden ins Auge, die bereits am Hafen in Augenschein genommen werden konnten. Die Hummerbuden dienten seinerzeit den Helgoländer Fischern als Arbeitsstätte und auch als Unterkunft. Ein Teil der Hummerbuden sind zwei wichtigen Persönlichkeiten der Insel gewidmet. Der Kinderbuchautor James Krüss wurde auf der Insel geboren und musste während des 2. Weltkrieges die Insel mit den anderen Bewohnern verlassen. Nach seinem Tod wurde er zwar nicht auf der Insel beigesetzt, aber er fand im Meer vor Helgoland seine letzte Ruhestätte. Auch der Hoffotograf Franz Schensky war als Helgoländer eine herausragende Persönlichkeit. Seine Bilder porträtieren nahezu lückenlos das Leben der Menschen auf Helgoland sowie die Entwicklung der Insel von der Kaiserzeit bis zum Wiederaufbau in den 50-er Jahren. Mit seinen Momentaufnahmen ist ihm eine besonders wertvolle Bilddokumentation gelungen, die noch heute sehr viel Anklang findet.

In den anderen Hummerbuden finden sich weitere Themen wieder, die sich mit der Insel befassen. Als das Museum 1897 gegründet und 1899 eröffnet wurde, lag der Ausstellungsschwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich. Dieser findet auch heute noch eine entsprechende Würdigung. Die mehr als interessante Postgeschichte der Insel sowie die Geschichte als Seeheilbad kommen dort ebenfalls zu Ehren. Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler lassen das Museum mit der modernen Kunst leicht schritthalten.

Bildnachweis: © skuter | piqs.de

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