Friedrichskoog

23. Dez 2012 |

Friedrichskoog

Auf einer Halbinsel, zwischen Elbmündung und Nordsee, liegt das schleswig-holsteinische Nordseeheilbad Friedrichskoog. Aus dem ursprünglich durch Landwirtschaft und Fischerei geprägten Ort, hat sich im Laufe der Jahre ein beliebter Touristenort entwickelt. Neben den gesundheitsfördernden Einflüssen der Nordsee und dem Nationalpark Wattenmeer direkt vor der Haustür, hat Friedrichskoog noch andere Besonderheiten zu bieten.

Eine neue Heimat für „Heuler“
Die Seehundaufzuchtstation Friedrichskoog ist die einzige autorisierte Aufnahmestation für junge, mutterlose Seehunde (Heuler) in Schleswig-Holstein. Sie wurde 1985 gegründet und wird seit 1992 als gemeinnütziger Verein betrieben, der sich seit 1996 ausschließlich über Spenden- und Eintrittsgelder finanziert.

Das ganze Jahr hindurch kann man die Station besichtigen und heimische Robben durch große Unterwasserfenster betrachten. Auch der Aufzuchtbereich ist für Besucher zugänglich. Über Videokameras ist es möglich, die Jungtiere störungsfrei zu beobachten. Interessierte erhalten während der Fütterung oder beim Training, zusätzliche Informationen über Verhalten und Biologie der Tiere. Zudem vermitteln zahlreiche Ausstellungen viel Wissenswertes über Kegelrobben, Seehunde und andere Bewohner des Wattenmeeres. Auf dem Gelände der Station gibt es außerdem einen 17 m hohen Aussichtsturm, von dem aus sich eine weite Sicht auf das Wattenmeer und die Marschenlandschaft bietet.

Romantisches Ambiente für eine Hochzeit.
Einen besonderen Ort, um den Bund fürs Leben einzugehen, bietet die Hochzeitsmühle „Vergissmeinnicht“. Sie wurde im Jahr 1855 erbaut und ist das Wahrzeichen der Gemeinde Friedrichskoog. Das romantische Ambiente, der in Handarbeit restaurierten Mühle, bietet Platz für ca. 35 Personen. Die Trauung kann von jedem Brautpaar individuell gestaltet werden, wobei die Mitarbeiter der Mühle mit Rat und Tat zur Seite stehen. Von den Brautpaaren, die in der Hochzeitsmühle geheiratet haben, wurden zahlreiche Bäume gestiftet, aus denen ein Park am Rande von Friedrichskoog-Spitze entstanden ist.

Trockenen Fußes in die Nordsee wandern.
Das Küstenschutz-Bauwerk Trischendamm ist 2200 m lang und wurde 1935/36 erbaut. Er ist ein beliebter Wanderweg direkt hinein in die Nordsee. Bis 1975 lag fast die gesamte Strecke im Watt, heute ist bereits auf mehreren hundert Metern Vorland gewachsen. Wegen witterungsbedingter Abnutzung ist der Damm im letzten Drittel nicht mehr vollständig begehbar, es gibt aber vom gesamten Damm gute Sichtmöglichkeiten bis nach Cuxhaven, Büsum und über die Elbmündung.

Der größte Kutterhafen an Schleswig-Holsteins Westküste
Der Hafen von Friedrichskoog ist der größte Kutterhafen an Schleswig-Holsteins Westküste. Ein modernes Sturmflutsperrwerk schützt den Hafen und seine über 24 registrierten Krabbenkutter. Rund um den interessanten Hafen finden im Sommer unterschiedliche Märkte statt, die zahlreiche Besucher anlocken. Ebenso wie die jährliche Kutterregatta, die im Juli oder August ausgetragen wird.

Bildnachweis: © Joyle | piqs.de

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