Die schönsten Häfen an der Nordsee | Teil I

20. Dez 2012 |

Die schönsten Häfen an der Nordsee | Teil I

Die Nordseeküste Deutschlands ist seit jeher ein beliebtes Reiseziel. Die frische und salzhaltige Luft, die lebendige Atmosphäre und das geschäftige Treiben von Fischern mit ihren kleinen Booten, aber auch das Anlegen großer Containerschiffe hat seinen Reiz auf die Menschen. Wir möchten im Folgenden drei der schönsten Häfen an der Nordsee vorstellen.

Büsum – klein aber oho
Büsum ist eine kleine Gemeinde, jedoch mit einem charmanten Hafen. Der Ort, der sich aus einem Fischerdorf entwickelte, ist heute ein beliebtes Ferienziel. An der Nordseeküste Schleswig-Holsteins ist der Büsumer Hafen der zweitgrößte nach Brunsbüttel. Von hier aus legen die Ausflugsschiffe ab, die bei Touristen und Einwohnern sehr beliebt sind. Ein besonderes Angebot ist eine Kurzfahrt mit einem Krabbenkutter, auf dem nach dem Fang die Krabben sofort gekocht und von den Gästen verspeist werden. Der Büsumer Hafen teilt sich in den Fischereihafen, den Frachthafen, den Seglerhafen und den Ausflugshafen. Darüber hinaus hat die Stadt vor einigen Jahren einen Museumshafen errichtet, in dem historische Schiffe vor Anker liegen und besichtigt werden können.

Rotterdam – das Tor zur Welt
Der Rotterdamer Hafen ist einer der größten Seehäfen weltweit und der größte in Europa. Für Besucher ist es sehr beeindruckend, das imposante Treiben der riesigen Containerschiffe zu beobachten. Die exotischen Obst- und Gemüsesorten, die in deutschen Supermärkten ausliegen, haben hier in Rotterdam ihre erste Zwischenstation nach ihrer langen Reise über die Ozeane. Weit mehr als 900.000 Tonnen frisches Obst und Gemüse werden hier jährlich umgeschlagen. Der riesige Hafen funktioniert wie eine kleine Stadt. Hier im Hafengebiet arbeiten rund 60.000 Menschen an der Verschiffung der weltweit gehandelten Güter. Wer die Größenverhältnisse einmal erleben möchte, sollte sich selbst und sein Auto neben ein großes Containerschiff stellen.

Greetsiel – historischer Charme in Ostfriesland
Der Greetsieler Hafen hat mit seinen 25 Kuttern die größte Flotte in Ostfriesland. Die Fischer des Ortes fangen vor allem Krabben und Muscheln für den täglichen Verzehr. Das Hafenbild ist aber auch von den holländischen Tjalken, Ausflugsdampfern und einem Segelboothafen geprägt. Der Hafen zählt zu einem der ältesten der Region. Bereits im 14. Jahrhundert ankerten Schiffe in Greetsiel und mussten ihren Zoll an die Gemeindeverwaltung entrichten. Demzufolge strahlen zahlreiche alte Bauernhäuser am und um den Hafen Greetsiel ihren Charme aus. Die mit Riedgras gedeckten Häuser werden teilweise als Ferienwohnungen an Urlaubsgäste vermietet. Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag, zu den Zeiten, wenn die Fischer auf das Meer fahren und wieder zurückkehren, sind Gäste und Touristen fasziniert von der ungewöhnlichen Stimmung.

Bildnachweis: © mafalda | piqs.de

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