Sandskulpturen – Festival auf Rügen

12. Aug 2016 |

Sandskulpturen – Festival auf Rügen

„Faszination Natur“ in Binz auf Rügen – Skulpturen in Sand „gemeißelt“

Was die Carver, wie sich die Profi-Sandkünstler selbst nennen (abgeleitet vom englischen tocarve – schnitzen), in den letzten Wochen im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen geschaffen haben, ist in den kommenden Wochen auf der Ostseeinsel ein angesagtes Event:Bereits seit dem 12. März und noch bis zum 9. November findet hier das Sandskulpturen-Festival unter dem Motto „Faszination Natur“ statt.

Und faszinierend ist es wirklich, was die 50 Sandkünstler aus Ungarn, Russland, Belgien, Polen, Lettland, Holland und der Schweiz geschaffen haben: So vielschichtig wie die Natur selbst sind auch die überdimensionalen Skulpturen aus der Tier- und Pflanzenwelt – Löwen, Giraffen und Eisbären, Krokodile, Kängurus und Seehunde, Koalas und Elefanten und als besonderes Highlight ein Blick in die Welt der Dinosaurier – und das alles aus Sand. Und natürlich ist auch die „Flora“ dabei, nach der römischen Mythologie die Göttin der Blüte…

Bereits das 7. Sandskulpturenfestival auf Rügen

Das diesjährige Sandskulpturenfestival ist nun bereits die siebte Schau auf der Insel Rügen und nach Angaben des niederländischen Veranstalters „Sculpture Events“ die größte überdachte Sandskulpturen-Ausstellung Europas. Begonnen im Jahr 2010 drehte sich das Thema der Ausstellung um die Legenden zum „Freibeuter Klaus Störtebeker und seine Getreuen“, 2011 zeigte die Ausstellung thematisch die „Wunder und Schönheiten der Erde“ – vom Kolosseum in Rom, über den Eiffelturm bis hin zu den berühmten Präsidentenköpfen auf Mount Rushmore in Amerika.

Die dritte Ausstellung im Jahr 2012 war dem 200jährigen Jubiläum der ersten Auflage der „Kinder und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ gewidmet, die im Jahre 1812 erschienen ist. Die in 160 Sprachen übersetzt Märchensammlung zählt zu den bekanntesten Büchern der deutschen Kulturgeschichte und so haben hier Dornröschen, Aschenputtel, Frau Holle und die sieben Zwerge die Besucher verzaubert. Neben den Märchen der Gebrüder Grimm waren beim 3. Sandskulpturen-Festival 2012 auf Rügen auch das Sandmännchen, Max und Moritz sowie Nils Holgersson zu sehen. Und natürlich die Figuren des Dänen Hans Christian Andersen, angefangen von der kleinen Meerjungfrau, über das hässliche Entlein bis hin zur Prinzessin auf der Erbse.

Im Jahr 2013 drehte sich alles um die “Welt der Bücher”. Zu sehen waren Skulpturen, u.a. zu den Themen Rhett Butler, Winnetou, Scarlett O’Hara, Robinson Crusoe und Harry Potter.

2014 war das Thema „Zeitreise durch die deutsche Geschichte” und brachte für große und kleine Besucher eine „sandige Geschichtsstunde“, die bei den Neandertalern und Karl dem Großen begann und bei Bernd das Brot und Pumuckl aufhörte. Zu sehen waren aber auch Luther, Einstein, die Berliner Mauer und vielemehr…

Und schließlich war das Thema des Jahres 2015 eine Ausstellung mit Skulpturen zu „Film und Fernsehen”: Hier traf man auf Superman, Indiana Jones, E.T. und Harry Potter sowie auch auf viele andere bekannte Stars aus der Fernsehwelt. Besonders spektakulär die Szenen aus den Filmen „Star Wars“, „Matrix“, „Avatar“ und „Das Boot“ sowie aus vielen anderen Top-Filmen.

Die beiden ersten Ausstellungen 2010 und 2011 fanden zunächst in Neddesitz, einem Ortsteil von Sagard direkt am Nationalpark Jasmund statt, seit 2012 ist das Ostseebad Binz die derzeitig feste Adresse für dieses jährliche Ereignis.Die Ausstellungen wurdenin den vergangenen Jahren von jeweils rund 200 000 Gästen besucht.

 

8 Monate Ausstellung: Und wie halten Sandskulpturen so lange?

Jeder, der sich am Strand schon einmal daran versucht hat, eine Skulptur „in den Sand zu setzten“ – und da sind kurzzeitig oft sehr schöne Figuren zu sehen – wird festgestellt haben, dass ihre Haltbarkeit doch sehr begrenzt ist, sie zerfallen nach einiger Zeit.Der Sand für solche kunstvollen Skulpturen, nicht selten und je nach Größe bis zu 20 Tonnen oder sogar mehr, wird selbst in den Küstenorten extra angefahren, da sich der Strandsand für diese besonderen Zwecke erfahrungsgemäß nicht eignet. Hintergrund: um eine hohe Stabilität der Skulpturen zu erreichen, werden Sandkörner benötigt, die möglichst kantig geblieben sind. Strandsande hingegen sind durch die Bewegung in der Brandung meist zu sehr rund geschliffen. Der hier verwendete scharfkantige Spezialsand für die Figuren stammt aus Holland und wurde vor sieben Jahren zur ersten Ausstellung nach Rügen gebracht.
Dieser wird als loser Skulpturensand zunächst sorgfältig in Holzformen aufgeschichtet, gewässert und kräftig verdichtet und so zu Sandblöcken gepresst, die dann von den Künstler mit Sägen, Schaufeln, Teppichmessern, Skalpellen und feinsten Pinseln, ja sogar mit Strohhalmen, von oben nach unten heraus zu den jeweils gewünschten Figuren herausgearbeitet werden und so zu Sandskulpturen werden. Dabei wird penibel darauf geachtet, dass der Sand eine gewisse Feuchtigkeit behält. Je nach künstlerischem Geschick sowie der Größe und der Detailliertheit dauert es bis zu vier Wochen, bis eine Skulptur vollendet ist.

Diese sind meist von solcher Stabilität auf Grund ihrer Verdichtung, dass ihnen selbst Wind und Regen über längere Zeit nur wenig anhaben können. Da sich die Skulpturen dieser Ausstellung in einem wetterfesten Zelt befinden, konnten an ihnen selbst die feinsten Details herausgearbeitet werden, was die Kunstwerke noch beeindruckender macht. Die aus 16. 000 Tonnen Spezialsand gefertigten Skulpturen befinden sich übrigens auf einer überdachten Fläche von 5.600 Quadratmetern.

Das Zelt befindet sich auf der Festwiese in Binz, am Ortsausgang in Richtung Sassnitz, Proraer Chaussee. Die Besichtigung der Skulpturen ist dort bis 09. November 2016 täglich in der Zeit von 10:00– 18:00 Uhr möglich

„Das Haus ist voll“, sagte eine Sprecherin. Am Eröffnungstag sollten die letzten Kleinigkeiten an den Skulpturen vollendet werden. In den vergangenen vier Wochen hatten 50 Sandkünstler die überdimensionalen Figuren aus.
Mit einer Fläche von 5600 Quadratmetern ist die Schau nach Angaben des niederländischen Veranstalters „Sculpture Events“ die größte überdachte Sandskulpturen-Ausstellung Europas. 6. November geöffnet.

Der scharfkantige Spezialsand für die Figuren stammt aus Holland und wurde vor sieben Jahren zur ersten Ausstellung nach Rügen gebracht. Um die Skulpturen zu erschaffen, seien im ersten Schritt Sandblöcke gepresst und aufeinandergestapelt worden, hieß es. Mit Schaufeln, Sägen, Skalpellen und Pinsel arbeiteten die Sandkünstler dann die Figuren aus den Blöcken heraus. Das Team der sogenannten Carver kam in diesem Jahr aus Ungarn, Russland, Belgien, Polen, Lettland, Holland und der Schweiz. © dpa

Erwachsene: 8,50 €

Kinder von 4-12 Jahre: 5,50 €

Rentner (65+): 7,50 €

Familien (2 Erw. + 2 Kinder): 24,50 €

Familien (2 Erw. + 3 Kinder): 25,50 €

Gruppen ab 20 Personen: 6,50 €

Hunde dürfen Sie gern mit in die Ausstellung nehmen – an der Leine natürlich.

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