Maßnahmen gegen den „Bienenklau“ in Südtondern

15. Jul 2015 |

Maßnahmen gegen den „Bienenklau“ in Südtondern

In der Region Südtondern geht der „Bienenklau“ um!
Bereits im vergangenen Jahr stahlen bisher unbekannte Täter in Humptrup 18 Bienenstöcke mit einem Besatz von etwa einer halben Million Honigbienen und verursachten damit bei den Bienenfreunden einen Verlust von etwa 10 000 Euro. Darin sind die vielen Arbeitsstunden, die er für die Bienen aufwendet werden, gar nicht enthalten.
Und auch in diesem Jahr sind die ersten Diebstähle durch die Imker festgestellt worden. Leider ist bis heute die Aufklärungsrate sehr gering, so dass die im Nordfriesischen Imkerverein organisierten Bienenzüchter nun nach neuen Wegen zur Abschreckung der Bienendiebe suchen. Dabei soll moderne Technik helfen: Die Ausstattung der Bienenstöcke mit GPS-Sendern und eine Überwachung der Standorte von Bienenstöcken mit Fotofallen sollen einen besseren Schutz vor Diebstahl gewährleisten. Dabei ist der Plan des Geräteeinsatzes denkbar einfach: Versuchen die Diebe, die Bienenkästen von ihren Standorten zu entfernen, löst das Gerät einen Alarm aus und zeigt den aktuellen Standort auf dem Handy des jeweiligen Imkers.

Diese Maßnahme ist sicherlich keine 100%iger Schutz vor dem Dienstahl, würde aber nach Ansicht der Imker die kriminellen Machenschaften erschweren und die Kriminellen abschrecken.
Der Zeitpunkt für diese Initiative ist dabei nicht zufällig, denn mit Beginn der Rapsblüte, wobei nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer die Bauern in Schleswig-Holstein auf etwa 94000 Hektar Winterraps angebaut haben, sind die Imker in der Region und ihre Bienen jetzt wieder schwer beschäftigt.
Und wie festgestellt wurde handelt es sich bei den Bienendieben offensichtlich um Profis, die in der Regel nur die ertragreichen Bienenstöcke stehlen und die Bienenvölker ohne Honig zurücklassen. Auch geht man davon aus, dass es sich immer um geplanten Raub handelt, denn die Bienenvölker transportiert man nicht mal eben mit einem PKW unbemerkt weg und ein Bienenkasten ist rund 20 Kilo schwer.
Bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen erfolgreich sind.

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