Halligkoller – Randale auf der Hallig – Hooge

27. Mai 2015 |

Halligkoller – Randale auf der Hallig – Hooge

Wir Festländer haben es schon immer gewusst: Für das Leben auf einer Nordsee – Hallig muss man erst einmal geboren sein.

Wie man jetzt aus Presseberichten erfahren konnte, traft das für einen 28-Jährigen wohl nicht zu: Er flippte am heutigen frühen Morgen aus und setzte damit das Räderwerk für eine Großaktion im Wattenmeer in Bewegung. Sein Halligkoller setzte um zwei Uhr morgens ein: Der Mann, erst seit dem Wochenende auf der Hallig und angetrunken, begann mit seiner Chefin zu streiten. Verbalen Auseinandersetzungen folgten „handfeste“ Argumente: Es flogen nicht mehr nur Worte, sondern auch Fäuste. Zeugen dieser Auseinandersetzung, Ersthelfer und die Feuerwehr eilten der Frau zur Hilfe. Man fesselte den Mann, konnte ihn damit allerdings nicht beruhigen. Schließlich wurde der Notruf 110 gewählt.

Die Polizei alarmierte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die brachte zwei Amrumer Inselpolizisten nach Hooge, die den Gefesselten in Gewahrsam nahmen. Allerdings wurde er dadurch auch nicht  ruhiger.

Per Ferndiagnose kam nun der sozialpsychologische Dienst des Kreises Nordfriesland zum Einsatz. Von dort wurde entschieden, dass der Mann an Land musste. Darauf brachte der Seenotretter den Randalier nach Dagebüll, dort übernahm ein Krankenwagen den Transport des Mannes in die Psychiatrie. Nun wird gegen den Mann ermittelt. Ein Halligkoller – so viel steht fest – ist nicht strafmildernd.

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