Die Geheimnisse der Nordsee

28. Jun 2013 |

Die Geheimnisse der Nordsee

Die Nordsee wird oft als ein Rand- oder Nebenmeer des Atlantischen Ozeans bezeichnet. Ihr Name deutet aber auf eine gewisse eigene, vom Atlantik isolierte, Identität hin. Doch was bedeuten diese Begriffe eigentlich?

Ein Nebenmeer ist durch Festland vollständig vom Ozean abgegrenzt. Ein Randmeer dagegen ist noch Teil desselbigen. Ein solches wird nicht gänzlich von Land durchbrochen, sondern nur durch Inselketten weitläufig eingegrenzt und liegt am Rand eines Kontinents.

Die Begriffszuweisung des Nebenmeers ist daher für die Nordsee nicht ganz richtig. Eine trichterförmige Öffnung verbindet sie mit dem Atlantik, die Grenze ist daher bloße Fiktion. Faktisch ist sie Teil des Atlantischen Ozeans. Und doch ist es gerechtfertigt, von einem eigenen Meer zu sprechen, da ihre geografisch bedingten Eigenheiten und ihre tatsächliche Verbindung zum Atlantischen Ozean zu individueller Besonderheit führen.

Der Wasseraustausch zum Atlantik erfolgt durch den Norwegischen Strom. Ihre Gezeiten können von der Nordsee selber nicht gebildet werden und leiten sich vom Atlantischen Ozean ab. Die trichterförmigen Ausbuchtungen und flachen Buchten führen jedoch zu einem verstärkten Tidenhub – das ist die Bezeichnung für die Differenz des jeweiligen Wasserstands von Flut und Ebbe. Bis zu rund sechseinhalb Metern kann das in der Nordsee betragen. Der zeitliche Rhythmus mit etwa zwölfeinhalb Stunden ermöglicht breite Spaziergänge an der Küste, wo vor allem angespülte Muscheln und ähnliches besonders für Kinder interessant sind.

Die Oberfläche des Wassers ist bekannterweise besonders nährstoff- und fischreich. Das verhilft den Meerestier-Spezialitäten aus der Nordsee zu einer weltweiten Berühmtheit, schafft Anwohnern und Urlaubern eine optimale Basis für gesunde Ernährung und schafft einen besonderen Wirtschaftszweig.

UNESCO Weltnaturerbe, Nationalpark und Bioreservat

Die Nordsee wird auch als Wattenmeer bezeichnet. Dieser Ausdruck bezieht sich auf das Gebiet zwischen Niederlande, „Den Helder“ und dem dänischen „Ejsberg“. Zur Gewährleistung einer weiteren – vom Menschen möglichst freien – und daher natürlichen Entwicklung wurden der Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ und das Halligen-Biosphärenreservat geschaffen. Die Nordsee ist das größte Wattenmeer der Erde.

2009 wurde das Gebiet zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Die von dieser Region gebotenen Bilder sind überwältigend und die einzigartigen Wanderungen hier natürlich sehr beliebt. Krebse, Würmer und andere Kleintiere locken die sogenannten Wattvögel. Robben, Kleinwale und andere Meerestiere sind hier sicher und nur der Natur und sich selbst überlassen.

Außerdem gehört das Gebiet zum Vogelschutz- und Flora/Fauna- Habitat-Gebiet der EU. Es ist ein besonders empfindliches Meeresgebiet der Internationalen Schifffahrtsorganisation und Feuchtgebiet internationaler Bedeutung nach der Ramser-Konvention.

Wussten Sie, dass…

  • die meist befahrenste Region der Welt die südliche Nordsee ist?

  • der Wasserweg über die Nordsee Niederlanden einst zum Aufstieg zu einer Welthandelsmacht verhalf?

  • der Wasserspiegel ist in den letzten hundert Jahren um 20-25 cm angestiegen ist?

  • es ein besonders seichtes Gebiet namens „Doggerbank“ mit maximal 20 Metern Tiefe gibt und dieses doch so groß wie ganz Holland ist? Die dortigen Fischressourcen sind daher gewaltig. Dort brechen bei Sturm sogar die Wellen.

  • die tiefste Stelle der Nordsee 725 Meter beträgt? Sie ist östlich, im Skagerakk, gelegen.

  • die Temperatur im Sommer bis zu 25 Grad erreicht?

Artikel wurde zur Verfügung gestellt von: www.Faehrbuchungen.de

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