DGzRS – Die Seenotretter

26. Mrz 2013 |

Hinter der Abkürzung DGzRS verbirgt sich eine der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. An der deutschen Nord-und Ostküste leisten sie rund um die Uhr, jeden Tag des Jahres ihre Dienste. 61 Seenotkreuzer und Rettungsboote sind dabei stets einsatzbereit.

Als nicht staatliche Seenotrettungsorganisation ist ihr Betrieb ausschließlich auf Zuwendungen und Spenden angewiesen. Die Organisation erhält keinerlei staatliche Zuwendungen. Wer seit mehr als 145 Jahren ohne Steuergelder und mit vielen ehrenamtlichen Helfern Leben rettet, der hat auch einen imposanten Schirmherren verdient. Es ist kein Geringerer als der Bundespräsident unserer Republik. Er unterstützt mit seinem Patronat die wichtige Angelegenheit der Seerettung in Deutschland mit viel Sympathie und Anerkennung. Höchsten Respekt zollt er den Seenot-Rettern, vielen Freunden und Förderern. Als stolzer Schirmherr würdigt er den Mut und die Einsatzbereitschaft aller Beteiligten. Er weiß, um den Stellenwert der breiten Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung, die benötigt wird, um jährlich mehr als 2.000 Einsätze absolvieren zu können.

Die DGzRS verfügt über 60 Rettungseinheiten auf Nord- und Ostsee, gefahren von rund 180 fest angestellten und etwa 800 ehrenamtlichen Seenotrettern. Jahr für Jahr retten unsere Besatzungen durchschnittlich ca. 100 Menschen aus Seenot und befreien mehr als 1.000 weitere  aus drohenden Gefahrensituationen auf See.

Nur mit Hilfe von Spenden können so 180 fest angestellte und über 800 freiwillige Besatzungsmitglieder jedes Jahr ca. 100 Menschen aus Seenot retten und jährlich etwa 1000 Menschen aus drohenden Gefahrensituationen befreien. An Land sorgen 600 ehrenamtlich arbeitende Unterstützer des DGzRS unermüdlich auf Messen und Charity Veranstaltungen mit Vorträgen und Informationsständen für volle Spendenkonten.

Wer sind die Freiwilligen, die bereit sind, im schlimmsten Wetter, bei Sturm und tobenden Wellen Ihre eigene Gesundheit zu riskieren? Die fest angestellten Seenotretter müssen ihre entsprechenden nautischen oder technischen Patente „ausgefahren“ haben, bevor sie zur DGzRS kommen. Die freiwilligen Seenotretter wiederum haben oft Berufe, die gar nichts mit der Seefahrt zu tun haben. Sie erhalten ihre Ausbildung in ihrer Freizeit und am Wochenende.

Um immer auf dem neusten Stand der Sicherheitsmaßnahmen zu sein, betreibt die DGzRS eigene Schulungszentren. Dort wird dann der Ernstfall trainiert. In Extremsituationen die richtige Entscheidung zu treffen und auch körperlich dem Einsatz gewachsen zu sein, kann man im Simulator in Bremen einstudieren. Die beste Schule allerdings ist jedoch die Praxis an Bord.

Wenn die Nordseewellen Höhen von 17 Metern erreichen, dann zeigt sich für die tapferen Männer, ob ihr Ausbildungsstand ausreichend ist. Denn die Schiffe der deutschen Seenotrettung bleiben nie im Hafen!

Weitere Infos gibt es auf der Homepage vom DGzRS: seenotretter.de

Verwandte Artikel

Ihr Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.