Der warme Winter und die Konsequenzen für die Nordsee

13. Jan 2013 |

Inzwischen ist der Klimawandel nicht mehr nur ein vieldiskutiertes Thema in der Presse, man sieht die ersten Auswirkungen bereits. Die allgemeinen Veränderungen des Klimas zeigen sich weltweit an verschiedenen Orten und in ganz unterschiedlichen Formen. Auch an der deutschen Küste ist der Wandel des Klimas bereits zu spüren und nicht mehr zu übersehen. Eines der vielen Zeichen ist die höhere Wassertemperatur der Nordsee. Die deutliche Erwärmung des Wassers ist seit über 20 Jahren beständig von Jahr zu Jahr gestiegen. Die Veränderungen der Jahreszeiten unterstützen diese Entwicklung. Die relativ milden Winter sorgen dafür, dass sich die Temperaturen der Nordsee nicht mehr abkühlen. Zusätzlich ist der Spätsommer oft ungewöhnlich warm, was sich ebenfalls auf die Wassertemperaturen auswirkt.

Die Flora und Fauna der Nordsee verändert sich
Die gestiegene Wassertemperatur hat auch noch andere Auswirkungen zur Folge. Durch die geänderten Lebensbedingungen in der Nordsee siedeln sich hier zunehmend auch exotische Tiere an. Zum Beispiel wurde bereits die Pazifische Auster gefunden, die sonst hauptsächlich in Japan und Korea anzutreffen ist. Ihre rasante Vermehrung, die inzwischen stattgefunden hat, kann allerdings auch zur Folge haben, dass bisher heimische Arten, wie die Miesmuscheln zunehmend verdrängt werden. Auch neue Fischarten wurden bereits gesichtet. Aus dem Mittelmeer hat zum Beispiel der Streifenbarbe inzwischen den Weg in die Nordsee gefunden. Andere Fischarten sind Sardinen, Sardellen und auch Wolfsbarsche, die keine Seltenheit mehr in der Nordsee sind. Auch hier hat schon eine Verdrängung anderer Tierarten die negative Folge. Heimische Fischarten, die bisher die Nordsee bevölkert haben, ziehen vermehrt in kältere Gewässerzonen ab.

Starke Stürme und Sturmfluten zerstören zunehmend die Sandbänke
Der Klimawandel bringt noch weitere negative Entwicklungen für die Nordsee und ihre Anwohner. In den Wintermonaten häufen sich inzwischen vermehrt starke Stürme und Sturmfluten, die große Mengen Sand in das Meer spülen. Besonders auch an den Inseln ist dies bereits sehr deutlich zu spüren, wo inzwischen große Bereiche zerstört wurden. Aber auch weitere Gebiete sind von diesen Veränderungen zunehmend bedroht. Für Städte, wie zum Beispiel auch Hamburg kann dies nämlich auch zu dramatischen negativen Auswirkungen führen, denn dort kann es zu Überschwemmungen kommen, da die Wasserstände beträchtlich steigen werden. Die Überschwemmungen wiederum richten ja bekanntlich deutlichen Schaden an. Auch die Windgeschwindigkeiten werden weiter zunehmen, was die Gefahr durch Stürme und Sturmfluten zusätzlich verstärkt. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden bereits viel Geld und Aufwand in die Sanierung und den Ausbau des Deichschutzes gesteckt.

Ihr Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.